Dienstag, 26. Januar 2010

Kodierte Handlungen in der krininellen Praxis

In kriminellen Organisationen kurz KO wird die Sprache, Körpersprache, Kleidung und das Äußere allgemein oft dazu benutzt Botschaften zu übermitteln. Faktoren wie Stimmlage, Blick, Stimmhöhe, Gestik und Mimik spielen oft eine wesentliche Rolle. Oft reicht schon ein Blick um jemandem anzudeuten was er zu tun hat. Der negative Vorteil dieser Form der Kommunikation ist es, dass solche Kodierungen kaum Gerichtsverwertbar sind. Diverse kriminelle Handlungen können auf diese Art und Weise mittels Triggern an andere weitergeleitet werden. Folgend ein paar abstrakte Beispiele:

* Blaues Hemd bedeutet Handel mit Kokain
* Swatch Uhr bedeutet zusammenschlagen eines Rivalen
* Freundliches auftreten bedeutet Bankraub durchführen
* Mit ängstlicher Stimme reden bedeutet Menschenhandel
usw.

Für die Bekanntmachung von Detailinformationen wird des öfteren eine verzerrte Redeweise verwendet. Es wird ein Thema derart umschrieben, dass es nur einen Rückschluss zuläßt. Oft sind solche Gespräche in anscheinend ganz allgemeine belanglose Gespräche mit eigener Kodierung gepackt. Gespräche in dieser Form sind meistens auch nicht Gerichtsverwertbar, da es sich nach außen hin wie ein ganz normales Gespräch anhört.

Für exakte Detailinformationen wie Namen von unbekannten Personen, Straßennamen, Passwörter und ähnliches hat sich das Aufschreiben auf einen Zettel mit anschließendem Verbrennen als effektiv erwiesen. Diese Form der Kommunikation ist teilweise verwertbar, wenn diese auf Video aufgezeichnet wird. Aus diesem Grund kommen oft Mischformen der genannten Methoden zur Anwendung um die Möglichkeit einer Gerichtsverwertbarkeit zu reduzieren.

Die Kombination der genannten Methoden und die kriminelle Intelligenz, welche in KO oft herrschen bereiten den Ermittlungsbehörden und Privatdetektiven oft große Schwierigkeiten Beweise zu sammeln, da Anführer von KO meist für Ihre Instruktionen nicht haftbar gemacht werden können. Wenn ein Verbrechen bewiesen werden kann, dann betrifft es meist nur den Täter und nicht den Auftraggeber der Tat.

Im Bereich der Internetkriminalität kommen ähnliche Verfahren zur Anwendung, welche unter dem Begriff Social-Engineering zusammegefasst werden. Die Möglichkeit derzeit unknachkbarer Verschlüsselung für jeden und die Verschleierungsmöglichkeiten und Anonymität über Ländergrenzen hinweg bieten neue Dimensionen der Kriminalität, welche Gott sei Dank derzeit noch nicht voll ausgeschöpft werden. Es ist aber leider nur eine Frage der Zeit bis dieses Potential auch in deutschsprachigen Ländern zum Einsatz kommt.

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